Mit der nachhaltigen Entwicklung in der Forstwirtschaft und dem Wald wird das Klima positiv beeinflusst. Gleichzeitig sind erhebliche Beeinflussungen durch den Klimawandel für den Wald gegeben. Der Mensch muss sich noch mehr mit der nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen und dazu gehört zum Beispiel auch, dass man die wechselnden Wirkungen zwischen Klima und Wald weiterhin besser verstehen lernt. Mit diesem Verstehen kann der Beitrag für den Klimaschutz von Wald und Holz noch besser optimiert werden. Für die zukünftige Zeit sollte sich dieser Herausforderung gestellt werden, damit die Wälder für den Klimawandel bestens gewappnet sind.

Im Wald wird Kohlenstoff gespeichert und das Holz wird zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet. In der heutigen Zeit wird vermehrt den Möbeln der Vorzug gegeben, die aus Holz hergestellt werden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass in vielen Schlafzimmern heute die Betten aus Holz gefertigt sind, da sie eine bedeutend längere Lebensdauer gewähren und nicht ständig neu gekauft werden müssen. Aber auch der Kleiderschrank aus echtem Holz wird bevorzugt gewählt, gegenüber dem Schrank, der nur in einer Holzoptik angefertigt ist.

Ebenfalls wird das Holz als besonders klima- und auch umweltfreundliche Rohstoff- und Energiequelle genutzt. Mit der nachhaltigen Forstwirtschaft sollen die ökologischen, wirtschaftlichen und genauso sozialen Funktionen der Wälder geschützt werden, gleichzeitig wird somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Bedenkt man, dass zum Beispiel eine etwa 100 Jahre alte Buche weit mehr als eine halbe Tonne CO2 speichert und noch zusätzlich 3,2 Millionen Liter Sauerstoff abgibt, so ist das schon sehr beachtlich. Rechnet man den Sauerstoff um, so kann damit der Bedarf von 24 Menschen abgedeckt werden.

Klimaschutz weltweit wichtig

Im Dezember in diesem Jahr wird in Canun in Mexiko die UN-Klimakonferenz stattfinden. Ein Schwerpunkt dieser Konferenz wird der Einfluss der Wälder für das Klima sein. Allein durch das Vernichten der tropischen Wälder entstehen globale Treibhausgasemissionen von sage und schreibe 20 Prozent. Für den Erhalt der Wälder in den Tropen will sich die Bundesrepublik Deutschland Anfang Dezember in Canun weltweit einsetzen.

Die Industriestaaten können auf die nationale Treibhausbilanz von der Waldwirtschaft die CO2 Bilanz anrechnen, so besagt es das Kyoto Abkommen. Bis dato ist dies eine Lösung auf freiwilliger Basis, doch für die Zukunft könnte es genauso eine verpflichtende Anrechnung sein. Allerdings müssen dafür spezielle Voraussetzungen erfüllt werden. Somit könnte durch den Forst eine positive CO2 Bilanz geschaffen werden, die auf internationaler Ebene einen Anreiz darstellt und anschließend beim Emissionshandel zum Tragen kommen könnte.

Die Bundesrepublik Deutschland weist eine Fläche von 31 Prozent auf, die mit Wald bedeckt ist und die Tendenz ist steigend. Bereits seit 50 Jahren wird ein verstärktes Augenmerk auf den deutschen Wald gelegt, der ständig weiter wächst. Die Fläche des Waldes ist in dieser Zeit in Deutschland um etwa eine Million Hektar angestiegen, so dass heute etwa elf Millionen Hektar mit Wald bedeckt sind. Ungefähr 100 Millionen Kubikmeter an jährlichem Holzzuwachs können verzeichnet werden. Die deutschen Vorräte an Holz sind inzwischen die größten von Europa, immerhin ist hier die Rede von 3,4 Milliarden Kubikmeter. Etwa 1,2 Millionen Mitarbeiter sind bundesweit im Forst- und Holzsektor beschäftigt. Die wirtschaftlichen Erträge des Jahresumsatzes belaufen sich auf circa 167 Milliarden Euro. In den deutschen Wäldern werden mehr als 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert und somit tragen sie einen wesentlichen Teil zum Klimaschutz bei. Aus der Atmosphäre werden an Kohlendioxid 17 Millionen Tonnen gebunden.

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