Grundsätzlich lassen sich Grafiker in zwei große Gruppen unterscheiden. Zum Einen gibt es den Grafiker, der vorwiegend mit der Hand arbeitet und Grafiken erstellt. Hierbei ist es von Bedeutung, dass die Werke oft nur in sehr kleiner Auflage oder gar als Unikate, meist handsigniert oder nummeriert auf den Markt kommen. Diese Grafiker lassen sich dem Bereich der Bildenden Kunst zuordnen.
Weitaus häufiger findet sich dagegen heute der kommerziell arbeitende Grafiker. Er verwendet PC und Text- und Bildmaterial für seine grafischen Entwürfe. Diese werden in sehr großer Auflage einem breiten Publikum präsentiert. Der kommerziell arbeitende Grafiker ist dem Bereich der Angewandten Kunst zuzuordnen. Er ist beispielsweise auch für das Bannerdesign verantwortlich, das im Rahmen des Online Marketings eine zunehmend wichtigere Bedeutung erlangt.
Tätigkeitsfelder in der Ausbildung zum Grafiker
Die Ausbildung zum Grafiker oder Designer ist nicht einheitlich. Das Grafikdesign wird zwar als Diplom-Studiengang, als Bachelor- und Master-Studiengang an Hochschulen und Fachhochschulen angeboten, doch die Bezeichnung Designer ist zumindest in Deutschland nicht geschützt. Ebenfalls haben sich viele private und öffentliche Schulen entwickelt, die die Designer-Ausbildung anbieten. Allerdings ist eben auch hier keine einheitliche Lösung gegeben. Der Grafikdesigner wird häufig geanuso als Kommunikationsdesigner bezeichnet. Der Grund dafür liegt darin, dass er in direktem Kundenkontakt steht, ebenfalls Kontakt mit Druckereien oder Herstellern von Werbemitteln aufnehmen muss.
Typische Aufgabenbereiche im Rahmen der Ausbildung zum Grafiker oder Grafikdesigner sind die Konzeption und Gestaltung von Printprodukten. Von der Ideenentwicklung bis zur vollständigen Umsetzung sind diese Aufgaben sehr anspruchsvoll. Aber auch Entwürfe, etwa im Bannerdesign, müssen erstellt werden. Layout, Drucksatz, digitale Illustrationen, die Bildbearbeitung und Typografie sind häufige Aufgabenbereiche des Grafikdesigners. Darüber hinaus muss die Druckvorstufe bekannt sein, das Web- und Screendesign, das Bannerdesign und die Animation.
In diesen Bereichen arbeiten Grafiker
Die Grafiker werden später in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Besonders häufig werden sie zu Hilfe genommen, wenn ein Corporate Design für ein Unternehmen entstehen soll. Aber auch im Rahmen Kommunikationsdesign sind moderne Grafikdesigner tätig. Weiterhin befassen sie sich mit dem Design von Verpackungen, das eine direkte Auswirkung auf die Verkaufszahlen einzelner Produkte aufweist. Auch die Fotografie, sowie das Fotodesign zählen zu den Aufgabenbereichen des Grafikdesigners. Darüber hinaus müssen Rastersysteme entwickelt werden und die Signaletik.
Das Bannerdesign ist für viele Grafikdesigner heute ebenfalls zu den wichtigsten Aufgabenbereichen zu zählen. Dabei geht es vor allen Dingen darum, gemeinsam mit dem Kunden ein Konzept für den zu erstellenden Banner zu erarbeiten. Wichtig beim Bannerdesign ist beispielsweise, dass vergleichsweise wenig Platz zur Hinterlegung von Informationen vorhanden ist. Dieser Platz sollte überdies nicht mit zu viel Text versehen werden, sondern eher grafische Elemente beinhalten.
Dabei müssen diese wiederum auf die Zielgruppe zugeschnitten sein und die passenden Farben in sich vereinen. Das Bannerdesign ist auch aufgrund der technischen Anforderungen, wie dem Einhalten bestimmter Größen und Formate, eine Herausforderung für den Grafiker, mit der er sich schon während der Ausbildung beschäftigen sollte. Zu beachten ist beim Bannerdesign überdies, dass das Banner sehr auffällig dargestellt werden muss. Durch einen Rahmen setzt es sich von der Webseite ab, auf der es eingesetzt wird. Dieser ist bereits beim Bannerdesign mit einzurechnen.
Bild: Tomizak / pixelio.de