Nur mit dem entsprechenden Rüstzeug kann eine Bildung gewährt werden, die den Menschen auf die Zukunft vorbereitet, damit er den globalen Herausforderungen gewachsen ist, wie zum Beispiel den Klimawandel, der unbedingt gestoppt werden muss. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen die UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen. Damit soll auf der ganzen Welt die Bildung diesem Anspruch gerecht werden. Mit dieser globalen Kampagne der Bildung wird das Ziel verfolgt, dass bereits in Kindergärten das nachhaltige Denken und das daraus resultierende Handeln den jüngsten Erdenbürgern vermittelt werden. Aber auch in den Schulen soll diese Bildungskampagne fortgesetzt werden, genauso wie an den Universitäten und an allen weiteren Einrichtungen der Bildung.

Verantwortlich ist das BMBF innerhalb der deutschen Bundesregierung, die die UN Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ betreut. Die Deutsche UNESCO Kommission hat mit der Unterstützung des BMBF eine wichtige Funktion der Koordinierung bei den Aktivitäten zur Dekade in Deutschland übernommen. Dafür wurde ein nationales Komitee berufen, in welchem Schüler und Schülerinnen, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Medien, nicht regierende Organisationen, die Länder und der Bundestag sowie die Bundesministerien vertreten sind. Die Schirmherrschaft über die deutschen Aktivitäten der Dekade hat der Bundespräsident Horst Köhler übernommen.

Für die Dekade wurde ein nationaler Aktionsplan aufgestellt, in dem die strategischen Ziele für die Umsetzung genannt sind. Außerdem sind in diesem Aktionsplan bisher mehr als 65 Maßnahmen in Bezug auf die Bildungspolitik festgehalten. Mit diesem nationalen Aktionsplan wird die Bildung für die nachhaltige Entwicklung verankert.

Die Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Für die Stärkung der Bildung für die nachhaltige Entwicklung arbeiten Einzelpersonen, zivilgesellschaftliche Netzwerke, Unternehmen, nicht regierende Organisationen, Bildungseinrichtungen, Kommunen und Länder sowie der Bund zusammen. Am runden Tisch der Dekade treffen sich einmal im Jahr insgesamt 130 wichtige Einrichtungen und Organisationen. Bei diesem Treffen werden weitere Schritte für die Zukunft geplant, damit die Bildung für die nachhaltige Entwicklung in Deutschland voran gebracht wird. Mehrere Arbeitsgruppen wurden vom runden Tisch eingerichtet, die kontinuierlich tätig sind.

Das BMBF hat in Kooperation mit der UNESCO und gemeinsam mit der Deutschen UNESCO Kommission in Bonn im Frühling 2009 die UNESCO Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung organisiert. An der Konferenz nahmen aus insgesamt 150 Mitgliedstaaten der UNESCO mehr als 900 Vertreter und Vertreterinnen teil. Darunter waren auch 49 Minister und Vizeminister. Die Bonner Erklärung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde einstimmig von allen Teilnehmern verabschiedet. Die globalen Bildungssysteme  sollen neu ausgerichtet werden. Inzwischen haben diesem Dokument alle 193 Mitgliedsstaaten zugestimmt. Ein wichtiges Anliegen ist dem BMBF der Austausch von internationalen und nationalen Unternehmungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

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